Persönliches Logbuch Sam Fowler

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Beitrag 15/11/2012, 00:44

Persönliches Logbuch Sam Fowler

=C= Persönliches Logbuch Fowler, Sternzeit 121114.2398

Ich wurde heute aus der Krankenstation entlassen. Morgen um 0800 werde ich wieder meinen Dienst antreten. Der gute Dr. Fresh hat meine Rippen wieder sauber hingekriegt und auch meinem Kopf geht es jetzt viel besser. Ich denke, ich werde keine Beschwerden beim Dienst haben und ich bezweifle, dass mich die Herren Doktoren aus ihrem Reich gelassen hätten, wenn sie anders denken würden.
Ich mache mir noch immer Vorwürfe wegen der Sache mit dem Relaishub. Es ist mir völlig unverständlich, wie ich die Bombe im Hauptraum so lange übersehen konnte. Meine Unaufmerksamkeit und meine langsamen Reaktionen haben nicht nur die Mission, sondern auch das Leben meiner Vorgesetzten gefährdet. Ich bin äußerst froh, dass das kein bleibender Schaden entstanden ist.
Ich habe mich entschlossen, mehr Gefahrensituationssimulationen auf dem Holodeck in meiner Freizeit zu absolvieren.

Doch nicht einmal die schlimmsten Selbstvorwürfe können den Stolz ganz unterdrücken, den ich angesichts meiner ersten Beförderung empfinde. Es fühlt sich an, als sei ich nun erst ein wirkliches Mitglied der Truppe. Natürlich hoffe ich, dass beim Rang eines Crewman Apprentice nicht Schluss ist.

Diese Beförderung hat mich jedenfalls mit Hoffnung und Zuversicht erfüllt und ich sehe der Zukunft gefestigt entgegen.
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Beitrag 25/11/2012, 00:30

Re: Persönliches Logbuch Sam Fowler

=C= Persönliches Logbuch Fowler, Sternzeit 121124.2398

Quin Morris ist tot. Ebenso Lucy Westenra, Hortis Blin, Phalong. Sie und fünf weitere Sicherheitsleute der Mitsunari fielen bei der Verteidigung eines Subraumrelais gegen die Vorta Vor. Die Gedenkfeier war gestern früh.
Es ist das erste mal, dass ich hautnah miterlebt hatte, was es heißt, im Krieg zu sein. Wie oft haben wir an der Universität verschiedene Schlachten besprochen? Wie oft hat uns der Ausbilder an der Akademie eingeschärft, dass wir mit allem rechnen müssen? Ich weiß es nicht.
Diese Leute fielen an meiner Seite. Es ist sinnlos, sich zu fragen, warum sie starben und ich leben durfte. Doch weswegen starben sie? Wir mussten uns vor der feindlichen Übermacht zurückziehen, sodass das Subraumrelais den Vorta Vor in die Hände gefallen ist. War der ganze Kampf also sinnlos?
Nein. Nein, so darf ich nicht denken. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Die Vorta Vor sind eine Bedrohung. Billionen von Föderationsbürgern können einem sicheren Leben nachgehen, weil Frauen und Männer wie Morris, Blin und Westenra hier draußen ihr Leben aufs Spiel setzen.
Ich hoffe nur, dass unsere Mühen eines Tages von Erfolg gekrönt sind. Kein Preis der Welt kann ihren Tod rechtfertigen, aber vielleicht erhält er dadurch einen Sinn. Ich hoffe es wirklich, denn diese neun Särge, die gestern ins All gebeamt wurden, sind nicht die ersten, und vermutlich werden sie nicht die letzten sein.
Sind diese meine Zweifel berechtigt? Bin ich ein schlechter Sternenflottenoffizier deswegen? Ich weiß es nicht. Für einen kurzen Augenblick, nur einen Sekundenbruchteil, dachte ich daran, einfach mein Sternflottenabzeichen niederzulegen und allem den Rücken zu kehren. Doch natürlich werde ich das nicht tun. Ich werde weitermachen. Denn letztendlich zählt doch nur eines: Das man weitermacht. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Alle, was ich tun kann, ist, weiterhin mein Bestes zu geben, um Fehlschläge dieser Art in Zukunft zu vermeiden. Und wer weiß, vielleicht war es ja gar kein Fehlschlag? Vielleicht erhielten wir darüber, dass wir einige Tage diesen Außenposten hielten irgendeinen taktischen Vorteil?
Ich mache mir keine Illusionen. Ich werde vermutlich noch mehr Kameraden sterben sehen. Ich wünsche es mir nicht, doch vermutlich wird es sich nicht vermeiden lassen. Ich darf mich davon nicht in meiner Pflicht beeinflussen lassen. Doch ich will verdammt sein, wenn mich das daran hindert soll, sie zu betrauern.
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Beitrag 22/2/2013, 15:46

Re: Persönliches Logbuch Sam Fowler

=C= Persönliches Logbuch Fowler, Sternzeit 130222.2399

Es scheint, als würde nachdem Angriff der Vorta Vor langsam wieder Ruhe einkehren. Natürlich ist mit Normalität nicht zu rechnen, und die Sicherheit arbeitet in Doppelschichten auf der Suche nach Verwundeten.
Ärgerlich ist, dass das Einsatzteam der Vorta Vor offenbar entkommen ist, denn sie hätten sicherlich von Nutzen sein können. Doch da kann weder ich noch irgendjemand sonst etwas dafür, und ich schätze, es ist besser, dass sie fort sind, als dass sie weiter auf dem Schiff herumschleichen und Schiffssysteme sabotieren können.
Ich mache mir Vorwürfe über meine Reaktionen während eines Hüllenbruches kurz nach dem Angriff der Vorta Vor. Glücklicherweise sind alle mit dem Leben davongekommen und das Leck wurde notdürftig versiegelt, bis Reparaturen eingeleitet werden können. Aber Dennoch habe ich zu lange gezögert, und es war letztendlich reines Glück, dass die Situation nicht brenzliger wurde. Doch es ist unbefriedigend, wenn ma nselbst und die anderen nur wegen einer Laune des Zufalls noch am Leben sind. Ich hoffe inständig, mich so bald nicht wieder einer solchen Situation von Hilflosigkeit gegenüber zu sehen.
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Beitrag 20/4/2013, 15:10

Re: Persönliches Logbuch Sam Fowler

=C= Persönliches Logbuch Fowler, Sternzeit 130420.2400

Ich bin wieder an Bord der Mitsunari, nachdem die Northerman am nächsten Außenposten abgeliefert wurde. Ich glaube, jene Tage waren die angespanntesten in meinem Leben. Immerhin hatte ich, ein einfacher Crewman, praktisch das Kommando über ein Schiff. Sicherlich, es war ein schwer beschädigtes und nur für sehr kurze Zeit, aber die Verantwortung war trotzdem nicht einfach zu tragen. Ich frage mich noch immer, warum die Northerman mir anvertraut wurde, und nicht einem höher rangigen Flottenmitglied. Vielleicht ist es ja tatsächlich so, wie Fontanelli meinte, dass ich der einzige entbehrliche war.
WIe dem auch sei, ich hoffe, ich habe mich gut genug geschlagen; immerhin gab es keine größeren Komplikationen.

Glücklicherweise ist es uns gelungen, Crewman Babinsky festzusetzen. Es ist doch immer wieder seltsam, wie Terroristen jeglicher Coleur das Leid Unschuldiger, das sie verursachen, mit der höheren Sache zu rechtfertigen. Beim Verhör erklärte sie nachdrücklich, sie würde alles und jeden opfern, um die Föderation zu schützen. Wie kann jemand so dermaßen verblendet sein? Darauf weiß ich keine Antwort und ich habe seit ihrer Gefangennahme mehr als einmal darüber gegrübelt.
Doch ob man sie nun verstehen kann oder nicht, Babinsky hat der Föderation geschadet und dafür muss sie sich verantworten. Jedoch nicht, indem sie als Außenpolitisches Opfer den Romulanern vorgesetzt wird. Sie ist noch immer eine Bürgerin der Föderation und sollte auch vor einem Föderationsgericht abgeurteilt werden. Sie im Schnellverfahren an das Konglomerat auszuliefern ist nicht richtig. Ich habe keineswegs Mitleid mit ihr, denn ihre Taten hätten beinahe einen Krieg ausgelöst, aber sie als Bauernopfer für die Freundschaft des Konglomerats auszutauschen widerstrebt mir zutiefst. Doch ich schätze, die Entscheidung ist gefallen und mit Sicherheit gibt es nichts, was ich dagegen tun kann.
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Beitrag 2/7/2013, 15:14

Re: Persönliches Logbuch Sam Fowler

=C= Persönliches Logbuch Fowler, Sternzeit 130702.2400

Das Sirta-System ist nur noch wenige Stunden entfernt, und ebenso der vermutlich größte Einsatz meiner Karriere. Die Sicherheit ist so bereit, wie sie jemals sein wird; alle Waffen sind vorbereitet, alle Teams eingeteilt, alle Einsatzpläne wieder und wieder durchgegangen. Uns bleibt nichts als Warten.
Diese Schlacht ist ein Ereignis. Dort, im Sirta-System, können wir die Entscheidung herbeiführen. Wenn es gelingt, die Werften zu vernichten, dann ist der Krieg so gut wie vorüber. Es wäre ein Schlag, von dem sich die Vorta Vor nicht erholen. Doch wenn wir scheitern, wenn dort, auf jenem Fleck auf der Sternenkarte, unsere Kräfte zerschellen, dann wird der Krieg weitergehen, und er wird die Föderation ausbluten. Die Vorta Vor könnten sich zu einem Imperium aufschwingen und wir wären wieder versetzt in die grausamsten Tage des Terranisch-Romulanischen Kriegs.
Doch gelten meine Gedanken der Föderation? Dem galaktischen Gleichgewicht? Den Millionen Unschuldigen und Unwissenden auf der Erde, vulkan, Risa, und Andor? Nein. Namen sind es, die meine Gedanken einnehmen: Westenra, Morris, Phalong, Geser und so viele andere. Sie starben während "Nanoskalpell", sie starben durch Saboteuershand auf der Mitsunari und sie starben in jenem dreimal verfluchten Relaishub auf Nius Minoris. Männer und Frauen der Sternenflotte, loyale Offiziere der Mitsunari, die Ich kannte, mit denen ich gedient habe, mit denen ich Wache stand. Sie sind Opfer dieses Krieges, gaben Ihr Leben dafür, dass die Linie gehalten wird. Wie gerne würde ich sagen "Nicht ein einziger mehr!". Doch ich würde mich belügen, denn morgen werden Offiziere der Sternenflotte sterben.
Doch es gibt eines, was wir tun können: Wir können eine Linie ziehen. Wir können dafür sorgen, dass jeder Tropfen Sternenflottenblut, der auf jene Korridore fällt, zählt. WIr können dafür sorgen, dass dieser Krieg sich seinem Ende entgegen streckt, denn wenn wir versagen, dann wird es weitergehen und mehr und mehr und immer mehr gute Offiziere werden sterben. Ich sage: Nicht mit mir!
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Beitrag 5/7/2013, 15:46

Re: Persönliches Logbuch Sam Fowler

=C= Persönliches Logbuch Fowler, Sternzeit 130705.2401

Es ist vorbei. Die Rakh'ohre liegt in Trümmern, die Vorta Vor haben kapituliert; der Krieg ist gewonnen. Endlich gehört diese Bedrohung der Vergangenheit an, und wir können nur hoffen, dass sie dort bleibt. Wir haben gesiegt.

Doch wir haben dafür bezahlt. In dieser Schlacht hat die Föderation den Blutzoll entrichtet. Ich kenne die genauen Zahlen der Verluste nicht, aber jeder einzelne von ihnen ist ein Toter zu viel.
Crewman Hardyng und Crewman Tallis sind auf der Außenmission gestorben, hinausgesogen in die Weiten des Weltalls und wir werden ihre Leichname wohl niemals finden. Sie standen unter meinem Befehl und Ich konnte sie nicht alle zurückbringen. Zum ersten Mal werde ich damit konfrontiert, dass Männer unter meinem Kommando, jene, die nicht nur meine Kameraden sonder nauch meine Verantwortung sind, von einer Mission nicht zurückkehren. Was hätte ich tun können, um es zu verhindern? Der analytische Teil meines Verstandes nennt mir die Antwort: Nichts. Doch dennoch ist da jener Zweifel, der an mir nagt. Was wenn ich entschlossener, schneller, wachsmaer gewesen wäre? Ich weiß, dass diese Fragen sinnlos sind und dennoch sind sie da. Werde ich sie jemals loswerden? Vielleicht.

Ein weiterer meiner Männer ist gestorben: Petty Officer Regis Demavend starb durch die Druckwelle der Explosion der Rakh'ohre, sein Schädel zerschmettert an den Wänden eben jenes Sicherheitsbüros, das ich immer als sicheren Hafen betrachtet habe. Man könnte sagen, sein Tod war unbefriedigend und isnnlos, doch spielt das wirklich eine Rolle? Regis ist tot, der Mann, der mir während meiner Zeit auf der Mitsunari ein treuer Freund und eine loyale rechte Hand war, mein ältester Freund in der Flotte. Ich habe mit ihm einen Kamerad verloren. auf den man sich verlassen konnte, sowohl persönlich wie dienstlich. Ich schäme mich ein wenig, es zuzugeben, aber sein Tot geht mir näher als der der hunderten sternenflottenoffiziere, die heute ihr Leben ließen, oder sogar jener beiden Soldaten aus meinem Team.
Wir wussten natürlich, worauf wir uns einließen, als wir der Flotte beitraten, oder wir redeten es uns ein. Bereits auf Nius Minoris mussten wir die grausame Realität des Krieges lernen und nun hat sie uns beide in dutzendfacher Stärke getroffen. Es ist einfach, Die Perspektive zu verlieren, wenn man in einem staubigen Hörsaal über glorreiche Siege spricht, doch es ist etwas anderes, wenn man die Kosten solcher Siege miterlebt: Sie sind nicht glorreich, Kampfesruhm ist eine Illusion, die wir uns selbst schaffen um den Schmerz zu überdecken. Heute würde ich meinen Mitstudenten und Professoren in Den Haag einiges zu widersprechen haben, so viel ist sicher. Die Schlacht von Sirtas war notwendig, und der Sieg ist gut, denn er hat diesen blutigen Krieg beendet, der uns aufgezwungen wurde. Doch ich kann nichts glänzendes, strahlendes, glorreiches an ihm finden, kein einziges winziges Iota.
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Beitrag 4/10/2013, 17:32

Re: Persönliches Logbuch Sam Fowler

=C= Persönliches Logbuch Fowler, Sternzeit 131003.2402

Wir sind zurück von einer Außenmission auf Klasse-M-Planeten. Unsere Aufgabe waren Nachforschungen bezüglich einer achtköpfigen Trinosianischen Forschungsgruppe, die den Kontakt abgebrochen hatte. Es gelang uns schließlich, alle Wissenschaftler aus der Gefangenschaft ameisenartiger Rieseninsekten zu befreien. Jedoch sind sie nur körperlich unversehrt, denn mental scheinen sie massiv unter Druck gewesen zu sein. Sie glauben sich als Teil des kollektiven Bewusstseins ihrer Entführer und hatten ursprünglich sogar die Fähigkeit zur Kommunikation auf humanoide Weise fast völlig verlernt. Diese Effekte scheinen zwar graduell nachzulassen, doch wer weiß schon, ob ein solches Trauma nicht bleibende Schäden hinterlassen wird? Das merkwürdigste an der Verfassung der Trinosianer ist jedoch, dass sie über telepathische Fähigkeiten zu verfügen scheinen, obwohl alle anderen Vertreter ihrer Spezies, die wir bisher trafen, keinerlei Anzeichen in dieser Richtung erkennen ließen. Ist es möglich, dass die Insekten, die sie gefangen hielten, telepathisch begabt sind und es ihnen irgendwie gelang, die Hirne der Wissenschaftler derart zu manipulieren, dass sie nicht nur glaubten, Teil des Staates zu sein, sondern sogar selbst telepathische Fähigkeiten ausbildeten? Es ist ein erschreckender Gedanke, dass die Insekten, die möglicherweise sogar intelligent sind, über derartige Fähigkeiten verfügen. Ich hoffe inständig, dass unsere Wissenschaftler der Sache auf den Grund gehen können.

Eine weitere beunruhigende Begebenheit ereignete sich in jüngster Zeit, diesmal vor allem mich betreffend: Es scheint, dass mir auf unerklärlice Weise etwa 1/10 meines Bluts abhanden gekommen sind. Doktor Surleikra konnte keinen Grund für das Fehlen finden, und das beunruhigt mich. Doktor Anderson hat mich nun weiteren Tests unterzogen, unter anderem, wie er sagte, nach spuren von Transporterenergie. Könnte es sein, dass irgendjemand mir Blut aus meinen adern heraus gebeamt hat? Es erscheint mir ungemein unwahrscheinlich, denn die Trinosianer kennen die Transportertechnologie nicht und anderen derart weit entwickelten Wesen sind wir bisher noch nicht begegnet. Doch welche andere Erklärung gibt es? Doktor Surleikra hat keine einstichstellen oder ähnliche Dinge gefunden. Könnte es etwas mit diesen beunruhigenden Rieseninsekten zu tun haben? Doch die Symptome traten bereits auf, als wir noch eine ganze Strecke vom Planeten entfernt waren. Ein ausgesprochen seltsames Mysterium, ich denke, ich werde meinen Vorgesetzten darüber in Kenntnis setzen müssen.

Was mich zum Punkt drei der Ereignisse der letzten Tage bringt. Es scheint, als habe der Streit zwischen Mr Hunt und Mr Adama einen neuen Höhepunkt erreicht. Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, wieso der SO sich im Umgang mit Ensign Adama derart stur und streitlustig verhält. Wenn sich der Sicherheitschef und der Taktische Offizier auf derartige Weise Zanken, dann kompromittiert das die Effizienz der Schiffssicherheit und früher oder später werden Leben Gefährdet. Ich hoffe, der Handschlag der Versöhnung, den ich zufälligerweise zwischen den beiden mitbekam, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Urteilt man jedoch nach der vergangenheit und nach der Sturheit, die ich manchmal bei Mr Hunt erlebt habe, dann habe ich wenig Hoffnung. Es scheint, als wären sie beide zu festgefahren in ihrer Art und zu wenig kompromissbereit. Wenn sie nicht bald auf einen gemeinsamen Nenner kommen, ahne ich schlimmes.
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Beitrag 26/11/2013, 20:52

Re: Persönliches Logbuch Sam Fowler

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Wir haben einen Planeten erkundet, der trotz hoher Dilithiumvorkommen von der Raumfahrtzivilisation dieses Sektors, den Trinosianern, auffallend gemieden wird. Die Oberfläche entpuppte sich als eine einzige Ruinenwüste. Reihenweise Hinweise deuten an, dass hier einst eine hochtechnisierte Zivilisation lebte, doch von ihren Errungenschaften, ihrer Kultur, ist nichts übrig als Asche, Schutt und eine große Wolke Radioaktivität. In einem Gebäude fanden wir sogar einen Sprengkörper auf Kernspaltungsbasis, der nicht detoniert war. Es ist recht sicher anzunehmen, dass die Explosion einer großer Zahl solcher Waffen die Zerstörung des Planeten hervor rief, ein Krieg nuklearer Art. Was hat diese Wesen nur so weit getrieben? Wie konnte es passieren, dass der ganze Planet in einer derartigen nuklearen Verwüstung versank?

Ich erinnre mich an den Kurs "Gesellschaftliche Dynamik des Nuklearzeitalters", den ich damals im dritten Semester in Den Haag belegte. Einst stand die Menschheit vor genau einer solchen Katastrophe, wir hatten Waffen, die auf demselben Kernspaltungsprinzip basierten und wir waren vielfach gefährlich nahe daran, die Erde zu vernichten. Hätte wirklich nur ein kleines Schwanken eines Entscheidungsträgers, eine einzige falsche Entscheidung ausgereicht, die Erde in ein solches Ödland zu verwandeln? ISt wirklich alles, was zwischen uns und jenen verbrannten Leichen auf diesem fremdartigen Planeten steht, ein Münzwurf? Oder haben wir Menschen das Nuklearzeitalter tatsächlich deshalb überstanden, weil wir den besseren Charakter, die überlegene Moral haben?
Mir läuft ein Schauer über den Rücken, wenn ich daran denke, jedes Mal und ich frage mich, ob wir noch immer in Gefahr stehen, eine solche globale Vernichtung zu bringen, dieses Mal jedoch in weit gigantischeren, weit universeolleren Maßstäben.

In den Ruinen des Planeten trafen wir eine Spezies primitiver Humanoider. Ich würde ihnen nach unseren Erkundigungen in jedem Fall Intelligenz bescheinigen, jedoch ist sie nur schwach ausgeprägt. Sie scheinen weder ausgefeiltere Werkzeuge als Steinäxte zu verwenden, noch haben sie eine ausdrucksvolle verbale Kommunikationsform. Ich glaube, sie sind die letzten Nachfahren jener einst großen zivilisation, die den Planeten zerstörten.
Der Kontakt, den Mr Ishjarta und ich mit einem jener Wesen herstellten, erfolgte unüberlegt und überhastet. Wir hielten ihn für eine Bedrohung und gingen ihr nach und .... dann hatten wir ihn plötzlich vor uns. Vom Standpunkt des Historikers und Forschers war die Begegnung faszinierend, doch sie hätte niemals stattfinden sollen. Die Oberste Direktive ist sehr klar und ich mache mir große Vorwürfe, dass ich die Lage nicht näher erkundet habe, bevor ich jenen Raum betrat. Nach wie vor stehe ich zu meiner Einschätzung, dass der Kontakt so schnell wie möglich beendet werden musste. Je mehr Zeit wir mit ihnen verbracht hätten, desto größer wäre unser Einfluss auf ihre Entwicklung geworden, und ein solcher Einfluss widerspricht einem Grundpfeiler der Föderation. Wie viel hätten wir von diesen Wesen lernen können über unsere eigene Geschichte und über jene Zumunft, der die Menschheit um Haaresbreite entging? Doch es ist klar, dass ein solches Vorgehen unmoralisch gewesen wäre. Ich hoffe nur, dass wir noch keinen zu großen Schaden angerichtet haben. Was, wenn jene wenigen Stunden unserer Anwesenheit schon ausreichten, den Kurs dieser Wesen in eine vökllig andere Richtung zu lenken? Ich weiß es nicht.

Ich habe über jene Fragen schon schaflos gebrütet und ich bin überzeugt, ich werde es auch weiter tun. Trauer und Erleichterung mischen sich in mir. Jener Planet war, mit allem was dort geschah, eine lehrreiche Erfahrung für mich. Mögen die Toten des Ödlands in Frieden ruhen.
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Beitrag 20/9/2014, 14:12

Re: Persönliches Logbuch Sam Fowler

=C= Persönliches Logbuch Fowler, Sternzeit 140909.2405

Ich habe das Gefühl, dass mir die Situation entgleitet. Die Anweisungen des Captains werden immer ungewöhnlicher und ich fühle mich hin und her gerissen zwischen meinem Gewissen und meinen Pflichten als Sternenflottenoffizier. Erst die Geheimniskrämerei beim Bergen der Daten, nun diese Entschlossenheit, die Basis zu zerstören. Wieso? Der Captain sagt, es unterliege der Geheimhaltung, aber wie können die Inhalte einer Forschungsstation eines Volkes, das noch nie Kontakt zur Föderation hatte, auf einem Planeten, der noch nie von der Sternenflotte besucht wurde, einer offiziellen Geheimhaltung unterliegen? Ich gestehe, dass Zweifel an der Richtigkeit dieser Befehle an mir zu nagen beginnen.

Doch auch wenn ich diese Zweifel hege, und auch wenn sie wachsen, habe ich nicht das Recht, diese Befehle zu verweigern, solange sie nicht offensichtlich illegal sind. Bisher hat der Captain gegen keine Sternenflottendirektive verstoßen, was mir keine Handhabe gibt, gegen ihn vorzugehen. Es bleibt mir nichts anderes, als abzuwarten und meine Befehle auszuführen. Doch wenn dies schief geht und sich das als Fehler erweist, dann ist meine einzige Rechtfertigung "Ich hatte meine Befehle". Eine dünne, schale Ausrede.
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Beitrag 11/1/2015, 01:46

Re: Persönliches Logbuch Sam Fowler

=C= Persönliches Logbuch Fowler, Sternzeit 150110.2407

Von einem Augenblick zum anderen ist meine Welt wie auf den Kopf gestellt und ich fühle mich zerissen und zermürbt von den Ereignissen um mich herum. Sogar von mir selbst bin ich erschüttert. Ein Schock folgt dem anderen und während der ganzen Zeit spüre ich den moralischen Grund, auf dem ich bisher sicher stehen konnte, sich unter mir in Treibsand verwandeln. Die Einmischung in einen Krieg, das Eindringen in fremdes Territorium, bei allen Himmeln, die willentliche Zerstörung eines verteidigungslosen Schiffes mit wer-weiß-wie-vielen Lebewesen an Bord. Und dann jene Worte, die in meinem Kopf wiederhallen. "Die Oberste Direktive ist hiermit, ebenso wie alle anderen Direktiven, vorläufig außer Kraft gesetzt.". Der Admiral meinte es ernst; ich bin mir sicher, dass er vor nichts zurückschrecken wird, wenn es nötig sein wird, dieses mysteriöse Ziel zu erreichen. Wie kann das sein? Ich kenne Five of Twelve als einen Mann von Integrität und Ehre, der zwar nicht immer alles streng nach Vorschrift macht aber durchaus richtig und falsch unterscheiden kann. Wieso dieser Sinneswechsel?

Und doch stärkt Mira Rist, die ich als standfeste Verteidigerin ihrer Moral kenne, ihm den Rücken. Sie gesteht ein, dass, was auch immer der Admiral tut, nicht der ideale Weg ist und sie stimmt mit Sicherheit nicht mit dieser Geheimniskrämerei überein, doch sie sagt, letztendlich ist es das wert.
Und ich? Ich habe mich breit schlagen lassen. Ich trage wieder mein Abzeichen der Sternenflotte, meine Ranginsignien. Bin zurückgekehrt um unter dem Mann zu dienen, dessen Verhalten mich noch vor wenigen Stunden am Rand der Meuterei stehen ließ. Ich muss vielleicht einsehen, dass Recht nicht unbedingt dasselbe wie richtig ist. Warum habe ich den Rückzieher gemacht? Ich musste mich entscheiden, was mir wichtiger ist: Die Prinzipien und Vorschriften der Flotte oder das Vertrauen zu meinen Schiffskameraden. Und manch einer mag es für beschämend halten, aber noch nie in meinem Leben ist mir eine Entscheidung derart schwer gefallen.

Also was? Was kann so schrecklich sein, dass es sowohl Admiral Five of Twelve als auch Lieutenant Rist von diesem Kurs überzeugt? Es muss etwas mit diesem schrecklichen Angriff auf die Itraxi-Station zu tun haben. Noch nie habe ich eine Waffe gesehen, die derartige Zerstörung anrichten konnte. Ist es das worum es geht? Diese Technologie an uns zu bringen? Geht es bei dieser ganzen Sache darum, der Föderation eine neue Waffe zu verschaffen? Nein, das kann, das will ich nicht glauben. Alles um mich herum gerät ins Wanken, aber der Tag, an dem ich glauben muss, dass die Föderation über Leichen geht, um eine Waffe zu erhalten, wird der Tag sein, an dem ich zerschellen werde. Außerdem hätte der Captain dann das Zarinto-Schiff nicht zerstört, sondern versucht, es intakt zu bergen und zu untersuchen.
Also was dann? Alle Sensorergebnisse des Angriffs sind unter Verschluss, versiegelt mit diesem merkwürdigen Omega-Symbol. Es gibt keine andere Möglichkeit, als dass dies etwas mit der merkwürdigen Sache zu tun hat, so wie damals, als wir den Forschungsposten untersuchten. Es kann auch nicht direkt mit dem Konflikt zwischen Zarinto und Itraxi zusammen hängen, denn der Forschungsposten, der ebenfalls dieses Omega hervor rief, war Jahrzehnte alt, aus einer Zeit, lange bevor die beiden Völker sich kannten. Was ist diese Waffe, die so schrecklich ist, dass der Captain zu so viel bereit ist, um es zu zerstören? Ich weiß es nicht. Aber ich muss glauben, dass es das wert ist, ich muss, um mir im Spiegel in die Augen sehen zu können.
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Beitrag 25/10/2015, 11:01

Re: Persönliches Logbuch Sam Fowler

=C= Persönliches Logbuch Fowler, Sternzeit 151025.2410 =C=

Vor dem Fenster meiner Kabine nähert sich der vertraute Anblick der Utopia Planetia Werft. Ich kann es kaum glauben, dass ich sie nun wieder in alter Pracht vor mir sehe. Fast neun Jahre ist es nun her, dass ich sie zuletzt mit eigenen Augen sah. Neun Jahre, seit ein junger Petty Officer der Sicherheit, mit noch immer frischen Eindrücken der Schlacht von Sirta sie aus einem Fenster heraus vorbeiziehen sah, begierig darauf, was dieser Vorstoß in die Tiefen des Unbekannten bereit halten würde.
Und nun stehe ich hier und sehe erneut auf Utopia Planetia, meine Heimat, hinaus. Habe ich mich verändert? Natürlich habe ich das. Wenn ich mir an den Kragen greife fühle ich zwei runde Rangpins. Ich hatte gehofft, eines Tages die Offizierslaufbahn zu erreichen, aber niemals hätte ich gedacht, dass es so schnel lgehen würde. Ma hat nie verstanden, warum ich nicht direkt den Weg eines Offiziers eingeschlagen habe, doch ich bin jetzt mehr denn je überzeugt, dass mein Weg der richtige war. Natürlich wird sie sehr stolz sein und auch in Pas Augen sehe ich Anerkennung, auch wenn er noch so sehr über die "Besessenheit mit Rang und Titel" spotten mag. Himmel, es tut gut sie alle wiederzusehen.
Doch ich glaube nicht, dass Anzahl und Form der Abzeichen an meinem Kragen die größte Veränderung ist, die ich durchlaufen habe, seit ich den orbitalen Docks der Werft Lebewohl sagte. Müsste ich von all den Wundern dieser Reise, all meinen Erlebnissen das prägendste nennen, so war es der Moment, als ich mich der schwierigsten Wahl meines Lebens gegenüber sah: Folge ich meinem kommandierenden Offizier und meinem Gewissen, oder dem Buchstaben des Gesetzes. Nie haben sich ein paar Stunden länger hingezogen und nie hat sich mein Inneres schlimmer angefühlt. Ich war stets sicher gewesen in der Überzeugung, dass ich nur die Vorschriften und Direktiven haarklein bevolgen muss, und ich werde stets auf der guten Seite von Richtig und Falsch herauskommen. Diese Überzeugung hat Risse und dieses eine Ereignis hat mir vielleicht mehr beigebracht, als die restlichen Jahre dieser Reise zusammen genommen. Wären NovaColonnel und Mira Rist nicht gewesen, so besteht eine sehr gute Möglichkeit, dass ich an dieser Frage zerbrochen wäre. Somit verdanke ich ihnen beiden wohl ebenso viel, wie Captain Five of Twelve. Ich erhebe mein Glas auf sie alle drei, auf Glück, Gesundheit und noch viele weitere Abenteuer.
[Lange Pause]
Doch nun gilt es, die Heimkehr des Entdeckers zu feiern. Sechs lange Monate habe ich, und doch werden sie vergehen wie im Fluge. Weiß der Himmel, die Erholung wird gut tun.
Zuletzt geändert von Sam Fowler am 1/11/2015, 17:03, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag 1/11/2015, 17:05

Re: Persönliches Logbuch Sam Fowler

=C= Persönliches Logbuch Fowler, Sternzeit 151101.2410 =C=

Es tut sehr gut einmal wieder die alte Heimat zu sehen. Die Werftanlagen von Utopia Planetia hat sich in den vergangenen Jahren nur wenig verändert. Sicher, es stecken nun modernere Schiffstypen in den Raumdocks, doch das geschäftige Gewusel grauer Schultern mit unterschiedlichen Kragenfarben ist das selbe, in dem ich aufgewachsen bin. In den zivilen Stadtvierteln dagegen habe ich einiges bemerkt, an das ich mich ausgesprochen anders erinnere. Es wurden weitere atmosphärische Bereiche designiert und mehrere kleine Umweltdome wurden errichtet. Es heißt auch, die Hauptkuppel der Kolonie soll auf doppelte Größe erweitert werden.
Ma wurde offensichtlich befördert, und nicht nur einmal. Senior Commander Leia Fowler ist nun Leiterin des Forschungszweigs Subraumkommunikation im Research Center. Old Sullivan, einer der Hauptpartner der Bar, in der Pa arbeitet, hat sich zur Ruhe gesetzt und nun ist Pa aufgerückt. Mitbesitzer des "Silberstreifs", das nenne ich doch mal einen Aufstieg. Natürlich wird es ihn nicht abhalten, selbst an der Theke zu stehen. Ha! Selbst wenn er dereinst im Schwebestuhl sitzt, wird er nicht hinter diesem Ding hervorzuholen sein. Auch Cate und Tom scheint es gut zu gehen. Ich muss gestehen, wenn ich ihre glücklichen Familien betrachte, meine beiden Schwager und meine kleine Nichte, spüre ich in mir eine Spur von Wehmut aufkommen, wenn ich daran denke, dass mir diese Art von Nähe und Glück bisher verschlossen blieb und ...
Pause
Doch reden wir nicht weiter davon. In Kürze werde ich zur Erde aufbrechen. Hubert und Torlak erwarten mich bereits in Den Haag und es gibt so viel zu berichten.
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Beitrag 5/11/2015, 20:52

Re: Persönliches Logbuch Sam Fowler

=C= Persönliches Logbuch Fowler, Sternzeit 151105.2410 =C=

Den Haag hat sich nicht verändert, seit ich hier gewohnt habe. Dieselben Häuserfronten, dieselben alten Gebäude, dieselbe träge Gelassenheit in den Vororten. Die Uni wird natürlich von neuen Generationen an Studenten bevölkert, die über den Campus wuseln, doch auch hier ist eigentlich alles beim Alten geblieben, zumindest auf den ersten Blick. Schaut man genauer hin, haben sich natürlich Dinge verändert. Von den Professoren, die mir einst in den Hörsälen ihr Wissen vermittelten, sind nur noch Professor Caradhras und Professor Arkenstein im Amt. Hubert ist inzwischen Juniorprofessor für Politische Entwicklungstheorie und Torlak hat die Universität ganz und gar verlassen und ist nun ein hohes Tier im Europäischen Historischen Archiv Kopenhagen.
Aber auf die beiden ist Verlass, oh ja. Sie haben mich würdig empfangen und wir haben uns alle drei davon überzeugt, dass wir noch immer die besten Bars in Campusnähe kennen. Viel hat sich eben doch nicht verändert. Sie waren beide sehr interessiert von meinen Notizen über die verschiedenen Zivlisationen, die wir angetroffen haben (natürlich nachdem ich das Material vom Oberkommando habe freistellen lassen; die Zarinto habe ich, aus naheliegenden Gründen, ausgelassen, ich hatte zu eingehende Fragen befürchtet, auf die ich weder antworten darf noch möchte). Ganze Tage haben wir über den bekannten Informationen gefachsimpelt und bereits begonnen, unsere Gedanken zum Trinosischen Bürgerkrieg zu systematisieren. Wir sind alle der Meinung, dass die wissenschaftliche Aufbereitung all des Materials Monate, wenn nicht Jahre dauern würde, doch die beiden scheinen hellauf begeistert (oder, in Torlaks Fall, interessiert) von dem ganzen Zeug. Ich muss sagen, ich habe es genossen, zwei Wochen lang mit den beiden zusammen an einer Veröffentlichung zu arbeiten. Ich sollte die einschlägigen Journale im Auge behalten, ich habe so ein Gefühl, dass da bald einige weitere Artikel über Verixianer oder die kulturelle Bedeutung der Hyatia zu finden. Sie haben mir weitere Zusammenarbeit für die folgenden Veröffentlichungen angeboten, aber ich habe abgelehnt. Es ist hochspannend und eine schöne Ferienbeschäftigung, doch meine Berufung ist und bleibt die Sternenflotte. Ich glaube nicht, dass die beiden das verstehen, aber sie haben es akzeptiert. Es war definitiv schön, mal wieder die alten Orte der jugend aufzusuchen.
Doch die Uhr hält nicht an und ich habe schließlich einen Plan darüber, was zu tun und zu besuchen ist. Als nächstes standen einige Tage im guten alten San Frnacisco an, um auch dort einmal wieder Heimatluft zu schnuppern. In einigen Kursen zu Kleingruppentaktik und Waffenstreuung habe ich Gastreferate gehalten. Himmel, war ich einst einer dieser jungen, naiven Offiziere? Und ist das wirklich erst 15 Jahre her? Ich kann es kaum glauben.
In Frisco hab ich auch Brienne getroffen, die offensichtlich ebenfalls die Stätte vergangener Untaten besuchen wollte. Gemeinsam haben wir einen Abend lang das "Golden Oriole" unsicher gemacht und uns gegenseitig mit Erlebnissen während der Ausbildung überboten. Es war ein ausgesprochen schöner Abend und ich bedaure es ein wenig, dass sie zu einem Verwandtenbesuch auf Andoria aufbrechen musste und Tom mich in New Berlin erwartet.
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Beitrag 17/11/2015, 17:43

Re: Persönliches Logbuch Sam Fowler

=C= Persönliches Logbuch Fowler, Sternzeit 151117.2410 =C=

Ich bin zurück vom Wanderurlaub auf Midos V. Nur Brienne, Alexander und ich, einen Monat lang ohne Kontakt zur Außenwelt, ohne Replikator, selbst ohne Dach über dem Kopf. Getrunken haben wir das Wasser, das wir antrafen, gegessen die eingepackten Sternenflottenrationen - es ist erstaunlich, wie gut diese Pakete inzwischen konzentriert sind - sowie das, was wir an essbarer Flora auffanden. Es war, man kann es nicht anders sagen, wunderschön. Einmal die Hektik des Sternenflottendaseins vollständig hinter sich zu lassen, und sich ganz auf das hier und jetzt zu konzentrieren, auf den Weg zur nächsten Hügelkuppe, der Suche nach dem nächsten Bach; sich dem Augenblick und der beeindruckend schönen Landschaft des Quad-Kontinents auf Midos hinzugeben.
Ich will nicht behaupten, dass dieses Leben auf Dauer etwas für mich wäre. Meine Ausbilder wären vielleicht empört das zu hören, aber ich bin an die Annehmlichkeiten eines Föderationsschiffes gewöhnt. Nichts prägt einem so intensiv die Liebe für Schallduschen ein, wie die Aufgabe, sich einen Monat lang mit Flusswasser zu waschen. Brienne meint, ich soll mir den Bart nicht abrasieren, er stehe mir. Vielleicht hat sie recht.

So schön Midos auch ist, ich hätte unsere Tour wahrscheinlich nicht einmal halb so sehr genossen, wäre ich in anderer Gesellschaft gewesen. Alexanders fröhlicher Antrieb und vor allem Briennes gut gelaunte Entschlossenheit waren es, die den Urlaub richtig genüsslich machten.
Ich muss gestehen, einige Male ertappte ich mich bei dem Wunsch, Alexander wäre nicht dabei, nur ...
[Pause]
In jedem Fall war es eine erholsame Erfahrung. Doch ich bin froh wieder der Zivilisation anzgehören.
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Beitrag 24/11/2015, 13:33

Re: Persönliches Logbuch Sam Fowler

=C= Persönliches Logbuch Fowler, Sternzeit 151124.2410 =C=

San Francisco. Caput Mundi, Herz der Sternenflotte. Nach vier Wochen auf einer Fortbildungsstation des Cardassianischen Militärs mit einem so rigerosen Trainingsprogramm, dass sogar Hunt ins Schwitzen gekommen wäre, tut es gut, wieder in vertrautem Umfeld zu sein.
Ich habe mich mit Brienne getroffen und wir haben erneut das "Golden Oriole" aufgesucht.
Sie hat neue Befehle vom Oberkommando erhalten. Man hat ihr eine Beförderung angeboten. Der Posten des Sicherheitschefs mit gleichzeitiger Beförderung zum Warrant Officer auf der USS Venison. Ich kenne niemanden, der qualifizierter wäre, die Sicherheitsabteilung eines Raumschiffs zu leiten, und natürlich freue ich mich für sie.
Doch so recht glücklich kann ich über diesen Ablauf nicht sein, und zwar nicht nur, weil ich meine fähigste Sicherheitsoffizierin verlieren werde. Ich habe mich an Briennes Anwesenheit gewöhnt und die vergangenen Monate haben mir viel Grund zum Nachdenken gegeben. Ich bin mir sicher, ich empfinde mehr für sie als die kameradschaftliche Freundschaft, die mich mit den anderen Crewmitgliedern verbindet und ich habe diese Erkenntnis unterdrückt, da sie meine Untergebene war. Doch es hilft nichts, es zu leugnen, und nun, da sie versetzt wird, will ich verdammt sein, wenn ich sie gehen lasse, ohne ihr zu sagen, wie ich fühle. Wir treffen uns morgen erneut und da werde ich mich ihr anvertrauen. Wie es von da weitergeht ... das, wie unsere Vorfahren zu sagen pflegten, steht in den Sternen.
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